Franck Winnig

FRANCK WINNIG (52) IST GRÜNDER VON DAHEIM by DAS WEISSE BUERO. ER SAGT ÜBER SICH: ICH BIN VERMARKTER, KEIN MAKLER. IN DIESEM INTERVIEW LERNEN SIE DEN "HEAD OF IDEAS", WIE ER SICH SELBER NENNT, EIN WENIG PERSÖNLICHER KENNEN.

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Wann genau wurde Ihre Leidenschaft für Immobilien geboren?
Ich war 13 und stand vor einem wunderschönen Haus. Es war Liebe auf den ersten Blick! Es hatte einfach alles, was ich mir als junger Bub erträumte: Leuchtend weiß mit schwarzen Ziegeln, die sich in der Sonne spiegelten. Sprossenfenster und drei Gauben im Dach. Vor dem Haus einen Hof mit Kopfsteinpflaster, rechts eine offene Garage, in der ein stolzer Benz parkte. Ich wusste es: So ein Haus möchte ich eines Tages auch einmal mein eigen nennen!

Erklären Sie bitte einmal den Begriff Eigenheim!
Ich glaube, der Besitz eines eigenen Hauses oder einer Wohnung bedeutet mehr als nur „haben“. Für viele ist es der Inbegriff von Geborgenheit und von Wärme und von Angekommensein. Ich kenne natürlich auch Kapitalanleger: Ihnen ist die Rendite wichtig. Aber manch einer hat auch gleichzeitig hehre Ansprüche an sich als Vermieter!

Nicht umsonst heißt es: Eigentum verpflichtet …
Dieser Satz basiert auf der Sozialbindung des Eigentums, einem rechts- und sozialphilosophischen Grundsatz in Deutschland. In Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes lautet der entsprechende Passus: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. So sind Immobilienbesitzer verpflichtet, ihr Eigentum instand zu halten und nicht verkommen zu lassen, Mieten sollten dem Einkommen der Bevölkerung angepasst sein.

Und was heißt es für Sie, im eigenen Haus zu leben?
Mir bedeutet es „sich seiner sicher sein“. Man weiß, wo man hingehört, und damit oft auch: wo man hin will. Sind Sie auch ein Stück weit Philosoph? (lacht) Nein, so weit geht es doch nicht! Aber ich bin auch ein klein wenig Träumer. Wenn ich das erste Mal ein Haus oder eine Wohnung betrete, für die ich neue Eigentümer finden soll, dann versuche ich mir vorzustellen, wie diese dann hier leben … was sie in ihrer Freizeit tun, ob sie Rennrad fahren oder auf den Crosstrainer gehen … was sie am Abend mit den Kindern kochen vielleicht … oder welches Restaurant und welche Bar sie am Wochenende besuchen. Da malt man ein Bild in Gedanken.

Nennt man das nicht „Zielgruppen-Analyse“?
Ich komme ja aus dem Marketing. Meine Firma DAS WEISSE BUERO hat in zehn Jahren mehr als 500 Makler in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz beraten. Und so definiere ich mich gegenüber einem Eigentümer als seine persönliche Werbeagentur beim Verkauf seiner Immobilie. Ich mache deshalb einen Vermarktungsauftrag mit Erfolgshonorar, keinen klassischen Maklervertrag, trotzdem ich für die Besichtigung zusätzlich einen Makler engagiere, der seinen Job gut und ehrlich macht. Jedes Haus, jede Wohnung hat genau einen perfekten Käufer – und den wollen wir, mein Team und ich, finden. Das beruht auf unserer Erfahrung, ist ein wenig Baugefühl und gute Recherche! Und wenn die Zielgruppe mal nicht anbeißt? Manchmal muss man ein Haus auch in Gedanken „umbauen“, in ihm neue Möglichkeiten finden, wie ich es anderen Zielgruppen schmackhaft machen kann. Immobilienpositionierung nennt man das.

Wer braucht Sie?
Ich will unseren Kunden Sicherheit geben. Es scheint ja so einfach, eine Immobilie zu verkaufen, eine Anzeige im Internet, ein paar Anrufe, dann Besichtigungen … fertig. Aber es geht hier auch um hohe Summen. Man muss vieles bedenken. Kleine Fehler können teuer werden. Wir bringen die richtigen Menschen zusammen. Es ist oft nicht nur die höchste Kaufsumme, die einen Interessenten zum Käufer macht: Es gibt so viele kleine Zwischentöne, auf die wir hören müssen. Zuhören ist das A und O unserer täglichen Arbeit. Es geht um mehr als nur die Bausubstanz, um mehr als nur vier Wände, es geht auch um Gefühle, es geht um Ängste und um Hoffnungen. Das macht unseren Beruf so vielschichtig.